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Physiotherapie Prüfungsfragen

Physiotherapie Prüfungsfragen – welche Themen erwarten dich im Staatsexamen und wie kannst du dich gezielt vorbereiten? Erfahre alles Wichtige zu den vier schriftlichen Prüfungsarbeiten, den mündlichen und praktischen Prüfungen sowie den relevanten Fachgebieten wie Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre. Mit hilfreichen Lerntipps, Informationen zum Prüfungsablauf und kostenlosen Übungsfragen kannst du dein Wissen testen und dich gezielt auf deine Physiotherapie-Abschlussprüfung vorbereiten.

Kurleiter: Lucas & das Plakos Team

7. November 2026

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Lucas ist seit 2020 Kursleiter bei Plakos. Er informiert auf verschiedenen YouTube-Kanälen zur Prüfungsvorbereitung, unter anderem in den Bereichen der Sachkunde sowie Verwaltung und unterstützt Plakos bei der Erstellung von Online-Inhalten.

In den vergangenen Jahren hat er sich ein vielseitiges Wissen in der Erstellung von Video-Kursen und Inhalten zur Wissensvermittlung aufgebaut und spezialisierte sich auf die Vorbereitung auf Prüfungen und Einstellungstests.

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Video: Physiotherapie Prüfungsfragen Komplettpaket im Überblick

Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre und praktische Patientenfälle – im Physiotherapie-Staatsexamen musst du theoretisches Fachwissen und praktische Fähigkeiten nachweisen. Dieses Video erklärt dir, welche Physiotherapie Prüfungsfragen dich erwarten können, wie die schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungen ablaufen und worauf du bei deiner Prüfungsvorbereitung besonders achten solltest.

Physiotherapie Prüfungsfragen beschäftigen sich mit weit mehr als anatomischen Fachbegriffen. In deiner staatlichen Abschlussprüfung musst du zeigen, dass du den menschlichen Bewegungsapparat verstehst, Erkrankungen und funktionelle Einschränkungen beurteilen und physiotherapeutische Behandlungen fachgerecht planen kannst.

Die dreijährige Physiotherapie-Ausbildung umfasst mindestens 2.900 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht sowie 1.600 Stunden praktische Ausbildung. Am Ende steht eine staatliche Prüfung mit drei Bestandteilen: schriftlich, mündlich und praktisch.

Eine feste bundesweite Anzahl an Prüfungsfragen gibt es nicht. Die gesetzliche Prüfungsverordnung legt jedoch genau fest, welche Fächer geprüft werden und wie lange die schriftlichen Arbeiten dauern.

Welche Physiotherapie Prüfungsfragen erwarten mich im schriftlichen Examen?

Der schriftliche Teil der Physiotherapie-Prüfung besteht nach § 12 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten aus vier Prüfungsarbeiten, die auf zwei Prüfungstage verteilt werden.

Die Prüfungsfächer und Bearbeitungszeiten sind gesetzlich festgelegt:

  • Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde sowie Psychologie, Pädagogik und Soziologie: 45 Minuten

  • Angewandte Physik, Biomechanik, Trainingslehre und Bewegungslehre: 90 Minuten

  • Prävention, Rehabilitation und methodische Anwendung der Physiotherapie: 180 Minuten

  • Spezielle Krankheitslehre: 90 Minuten

Insgesamt beträgt die schriftliche Prüfungszeit damit 405 Minuten beziehungsweise 6 Stunden und 45 Minuten.

Besonders wichtig: Jede der vier schriftlichen Arbeiten muss mindestens mit der Note „ausreichend“ bewertet werden. Eine schlechte Note in einem Prüfungsfach lässt sich deshalb nicht einfach durch besonders gute Leistungen in einem anderen Fach ausgleichen.

Wie viele Physiotherapie Prüfungsfragen muss ich beantworten?

Eine bundesweit einheitliche Fragenzahl ist nicht vorgeschrieben. Die konkreten Aufgaben werden vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf Vorschlag der Schule ausgewählt.

Neben klassischen Wissensfragen können deshalb auch Aufgaben vorkommen, bei denen du medizinische Zusammenhänge erklären, Befunde interpretieren oder einen physiotherapeutischen Behandlungsansatz begründen musst.

Für deine Vorbereitung solltest du deshalb unterschiedliche Aufgabenformate trainieren:

  • Multiple-Choice-Fragen zu medizinischen Grundlagen

  • Fragen zur Anatomie und Physiologie

  • Aufgaben zu Krankheitsbildern und Symptomen

  • Fragen zur Biomechanik und Trainingslehre

  • Fallbezogene Aufgaben zur Therapieplanung

  • Offene Fragen zur Begründung therapeutischer Maßnahmen

Welche Fächer muss ich für die Physiotherapie-Prüfung lernen?

Die staatliche Prüfung überprüft Fachwissen aus mehreren medizinischen und physiotherapeutischen Bereichen.

Besonders wichtig sind die folgenden Themen.

Anatomie und Physiologie

Hier musst du den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Körpers verstehen. Besonders relevant ist der Bewegungsapparat.

Typische Lerninhalte sind:

  • Knochen, Gelenke und Bänder

  • Muskelgruppen und Muskelfunktionen

  • Bewegungsachsen und Bewegungsebenen

  • Wirbelsäule und Extremitäten

  • Nervensystem und Muskelinnervation

  • Herz-Kreislauf-System

  • Atmung und Stoffwechsel

Eine typische Prüfungsfrage lautet beispielsweise: „Welche Bewegungen ermöglicht der Musculus deltoideus im Schultergelenk?“

Für eine vollständige Antwort musst du die unterschiedlichen Anteile des Muskels und ihre Funktionen kennen.

Spezielle Krankheitslehre

Hier wird geprüft, ob du wichtige Krankheitsbilder kennst und ihre Bedeutung für die physiotherapeutische Behandlung einschätzen kannst.

Zu den relevanten Fachgebieten gehören:

  • Orthopädie und Traumatologie

  • Neurologie

  • Innere Medizin

  • Chirurgie

  • Pädiatrie

  • Geriatrie

  • Rheumatologie

  • Weitere medizinische Fachgebiete

Typische Prüfungsfragen beschäftigen sich beispielsweise mit Schlaganfall, Arthrose, Bandscheibenerkrankungen, Frakturen oder neurologischen Bewegungsstörungen.

Du solltest nicht nur die Symptome kennen, sondern auch verstehen, welche funktionellen Einschränkungen auftreten können und welche Konsequenzen sich daraus für die Therapie ergeben.

Trainingslehre, Bewegungslehre und Biomechanik

In diesen Prüfungsfächern musst du erklären können, wie Bewegungen entstehen und wie sich körperliche Belastungen gezielt steuern lassen.

Dazu gehören insbesondere:

  • Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit

  • Trainingsprinzipien und Regeneration

  • Muskelarbeit und Gelenkmechanik

  • Bewegungsanalyse

  • Belastungssteuerung

  • Koordinations- und Gleichgewichtstraining

Ein Beispiel: Du solltest erklären können, warum ein Muskel beim kontrollierten Absenken eines Gewichts exzentrisch arbeitet und welche Bedeutung diese Muskelarbeitsform für therapeutische Übungen haben kann.

Wie läuft die mündliche Physiotherapie-Prüfung ab?

Die mündliche Prüfung umfasst drei Fächer:

  • Anatomie: höchstens 30 Minuten

  • Physiologie: höchstens 15 Minuten

  • Spezielle Krankheitslehre: höchstens 30 Minuten

Du kannst einzeln oder in einer Gruppe von bis zu fünf Prüflingen geprüft werden. Die angegebenen Zeiten beziehen sich jeweils auf den einzelnen Prüfling.

Auch hier musst du jedes Fach mindestens mit „ausreichend“ bestehen.

Wie kann ich mich auf mündliche Physiotherapie Prüfungsfragen vorbereiten?

Bei einer mündlichen Prüfung ist entscheidend, dass du medizinische Zusammenhänge verständlich und fachlich korrekt erklären kannst.

Übe deshalb, wichtige Themen ohne Unterlagen wiederzugeben.

Stelle dir beispielsweise folgende Fragen:

  • Welche Aufgaben übernimmt der Musculus quadriceps femoris?

  • Wie funktioniert die neuromuskuläre Erregungsübertragung?

  • Welche Folgen kann eine Schädigung des Nervus radialis haben?

  • Welche funktionellen Einschränkungen treten häufig nach einem Schlaganfall auf?

  • Welche Bedeutung hat die Gelenkbeweglichkeit für alltägliche Bewegungen?

Besonders hilfreich ist es, deine Antworten laut auszusprechen und dich anschließend selbst zu kontrollieren.

Wie sieht die praktische Physiotherapie-Prüfung aus?

In der praktischen Prüfung musst du zeigen, dass du physiotherapeutische Behandlungen fachlich begründet durchführen kannst.

Nach § 14 PhysTh-APrV umfasst sie drei Fächergruppen.

Krankengymnastische Behandlungstechniken und Bewegungserziehung

Du musst mindestens drei spezifische krankengymnastische Behandlungstechniken an einem Probanden durchführen und erklären.

Zusätzlich gehört eine diagnosebezogene krankengymnastische Gruppenbehandlung mit mindestens sechs Teilnehmenden zur Prüfung.

Physikalische Behandlungsmethoden

Weitere praktische Prüfungsinhalte sind:

  • Massagetherapie

  • Elektro-, Licht- und Strahlentherapie

  • Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie

Dabei musst du jeweils mindestens eine vorgegebene Behandlungstechnik durchführen und erläutern.

Patientenbefund und Therapieplanung

Besonders anspruchsvoll ist die praktische Anwendung der Physiotherapie in medizinischen Fachgebieten.

Du musst an zwei Patienten eine Befunderhebung durchführen:

  • Ein Patient aus Chirurgie oder Orthopädie

  • Ein Patient aus Innerer Medizin, Neurologie, Gynäkologie oder Pädiatrie

Anschließend musst du die Ergebnisse bewerten, dokumentieren, einen Therapieplan mit Behandlungsziel erstellen und geeignete Techniken durchführen.

Wie kann ich einen praktischen Patientenfall richtig bearbeiten?

Für die praktische Prüfung solltest du eine feste Struktur entwickeln, damit du auch bei unbekannten Krankheitsbildern systematisch vorgehst.

Stell dir beispielsweise vor, du sollst einen Patienten nach einer Knieoperation physiotherapeutisch betreuen.

Ein sinnvoller Ablauf sieht so aus:

  1. Anamnese: Erfasse Beschwerden, Operationsverlauf, Belastungsvorgaben und relevante Vorerkrankungen.

  2. Befunderhebung: Untersuche beispielsweise Beweglichkeit, Schwellung, Schmerzen, Muskelaktivität und funktionelle Einschränkungen.

  3. Befundbewertung: Erkenne die wichtigsten Probleme und berücksichtige Kontraindikationen sowie postoperative Vorgaben.

  4. Therapieziel: Lege ein konkretes und überprüfbares Ziel fest, beispielsweise die Verbesserung der sicheren Gehfähigkeit.

  5. Behandlung: Wähle geeignete Übungen und Techniken entsprechend dem Befund und den ärztlichen Vorgaben.

  6. Kontrolle: Überprüfe das Ergebnis und dokumentiere relevante Veränderungen.

Ein wichtiger Prüfungstipp: Begründe deine Maßnahmen immer anhand des Befunds. Es genügt nicht, eine Behandlungstechnik korrekt vorzuführen. Du solltest erklären können, warum du sie bei diesem Patienten auswählst.

Wie melde ich mich zur staatlichen Physiotherapie-Prüfung an?

Die staatliche Prüfung legst du grundsätzlich an der Physiotherapieschule ab, an der du deine Ausbildung abschließt.

Die Zulassung erfolgt auf Antrag. Über die Zulassung entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.

Erforderlich sind insbesondere:

  • Personalausweis oder Reisepass in amtlich beglaubigter Abschrift

  • Bescheinigung über die Teilnahme an den vorgeschriebenen Ausbildungsveranstaltungen

  • Gegebenenfalls weitere organisatorische Unterlagen deiner Schule

Die Prüfung soll frühestens zwei Monate vor dem Ausbildungsende beginnen. Die Zulassung und Prüfungstermine sollen dir spätestens zwei Wochen vor Prüfungsbeginn schriftlich mitgeteilt werden.

Kläre frühzeitig mit deiner Schule, wann und auf welchem Weg du die Unterlagen einreichen musst.

Wie kann ich Physiotherapie Prüfungsfragen effektiv lernen?

Eine sinnvolle Vorbereitung auf das Staatsexamen besteht aus drei Elementen: Fachwissen wiederholen, Prüfungsfragen bearbeiten und praktische Behandlungssituationen trainieren.

TIPP: Plakos bietet dir gezielte Onlinetrainer zur Prüfungsvorbereitung in vielen Gesundheits- und Pflegeberufen!

Schritt 1: Wiederhole die Grundlagen systematisch

Beginne mit den prüfungsrelevanten Grundlagen aus Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre.

Arbeite nicht nur mit langen Zusammenfassungen. Verwende kurze Lernkarten und erkläre dir zentrale Fachbegriffe in eigenen Worten.

Schritt 2: Bearbeite Prüfungsfragen aus unterschiedlichen Fächern

Trainiere nicht ausschließlich die Themen, die dir bereits leichtfallen.

Eine mögliche vierwöchige Lernstruktur sieht so aus:

  • Woche 1: Anatomie, Physiologie und funktionelle Zusammenhänge

  • Woche 2: Spezielle Krankheitslehre, Orthopädie und Neurologie

  • Woche 3: Trainingslehre, Biomechanik, Prävention und Behandlungsmethoden

  • Woche 4: Gemischte Prüfungsfragen, mündliche Prüfungssimulationen und praktische Fallbeispiele

Die Aufteilung ist ein Lernbeispiel. Passe sie an deinen Ausbildungsstand und deine Schwachstellen an.

Schritt 3: Lerne aus deinen Fehlern

Wenn du eine Physiotherapie-Prüfungsfrage falsch beantwortest, solltest du nicht einfach nur die richtige Lösung lesen.

Frage dich stattdessen:

  • Welcher Fachbegriff war mir unbekannt?

  • Habe ich die Aufgabenstellung falsch verstanden?

  • Verwechsle ich zwei ähnliche Krankheitsbilder?

  • Kann ich die richtige Antwort medizinisch begründen?

  • Könnte ich das Wissen auch bei einem Patienten anwenden?

So trainierst du nicht nur dein Gedächtnis, sondern auch dein klinisches Denken.

Schritt 4: Simuliere die tatsächliche Prüfung

Bearbeite gegen Ende deiner Vorbereitung gemischte Aufgaben unter Zeitdruck.

Ergänze das schriftliche Training durch mündliche Prüfungsgespräche und praktische Übungen mit anschließender Reflexion.

Besonders sinnvoll ist es, eigene Behandlungspläne zu erstellen und dabei die Auswahl deiner Maßnahmen fachlich zu begründen.

Was sollte ich am Prüfungstag beachten?

Bereite dich organisatorisch rechtzeitig auf die einzelnen Prüfungsbestandteile vor.

Achte insbesondere auf folgende Punkte:

  • Prüfe deinen Prüfungstermin und die genaue Uhrzeit.

  • Nimm die geforderten Dokumente mit.

  • Kontrolliere vorab, welche Hilfsmittel zugelassen sind.

  • Lies schriftliche Aufgaben vollständig durch.

  • Achte auf Formulierungen wie „nicht“, „zuerst“ oder „am ehesten“.

  • Strukturiere mündliche Antworten nach einem nachvollziehbaren Aufbau.

  • Begründe praktische Maßnahmen anhand des Patientenbefunds.

  • Beachte Sicherheitsaspekte und mögliche Kontraindikationen.

  • Plane Zeit für die abschließende Kontrolle ein.

Besonders bei praktischen Prüfungen solltest du nicht hektisch möglichst viele Behandlungstechniken durchführen. Entscheidend ist, dass du die Situation korrekt beurteilst und deine Maßnahmen nachvollziehbar auswählst.

Was passiert, wenn ich die Physiotherapie-Prüfung nicht bestehe?

Nach § 7 PhysTh-APrV kannst du nicht bestandene schriftliche Aufsichtsarbeiten, mündliche Prüfungsfächer beziehungsweise praktische Fächergruppen grundsätzlich einmal wiederholen.

Bei der Wiederholung praktischer Fächergruppen kann eine zusätzliche Ausbildung vorgeschrieben werden.

Die Wiederholungsprüfung muss grundsätzlich innerhalb von zwölf Monaten nach der letzten Prüfung abgeschlossen sein. In begründeten Fällen kann die zuständige Behörde Ausnahmen zulassen.

Wichtig ist außerdem: Alle drei vorgeschriebenen Prüfungsteile müssen bestanden werden. Ein gutes schriftliches Ergebnis allein reicht für den staatlichen Abschluss nicht aus.

Ändert sich die Physiotherapie-Prüfung durch die Reform 2026?

Das Bundesgesundheitsministerium hat am 26. Oktober 2026 einen Referentenentwurf zur Reform der Physiotherapieberufe veröffentlicht.

Die geplante Reform betrifft unter anderem die Modernisierung der Ausbildung und die Weiterentwicklung des Berufsbildes.

Stand November 2026: Der veröffentlichte Reformvorschlag ist noch kein geltendes neues Prüfungsrecht. Für die hier beschriebene klassische Physiotherapieausbildung gelten weiterhin das Masseur- und Physiotherapeutengesetz sowie die Physiotherapie-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.

Wenn du dich auf eine Prüfung in einem späteren Ausbildungsjahr vorbereitest, solltest du mögliche gesetzliche Änderungen berücksichtigen.

Mithilfe unseres Onlinetrainers zur Vorbereitung auf die Physiotherapie Prüfungsfragen findest du alle Lernmaterialien sowie Übungsaufgaben an einem Ort.

Häufig gestellte Fragen: Physiotherapie Prüfungsfragen

Welche Physiotherapie Prüfungsfragen muss ich im Staatsexamen beantworten?

Typische Physiotherapie Prüfungsfragen behandeln Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Biomechanik, Trainingslehre und therapeutische Behandlungsmethoden. Du musst nicht nur Fachbegriffe kennen, sondern auch Befunde beurteilen, Therapieziele formulieren und geeignete Behandlungstechniken fachlich begründen können.

Eine bundesweit einheitliche Anzahl an Prüfungsfragen gibt es nicht. Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung schreibt vier schriftliche Prüfungsarbeiten vor, aber keine feste Fragenzahl. Die konkreten Aufgaben werden vom Prüfungsausschuss auf Vorschlag deiner Physiotherapieschule ausgewählt.

 

Geprüft werden vier Fächergruppen: Berufs- und Gesetzeskunde einschließlich Psychologie, Physik und Biomechanik einschließlich Trainingslehre, Prävention und physiotherapeutische Behandlungsmethoden sowie spezielle Krankheitslehre. Für jede Fächergruppe musst du eine separate schriftliche Prüfungsarbeit absolvieren.

Die vier schriftlichen Prüfungsarbeiten dauern 45, 90, 180 und 90 Minuten. Insgesamt hast du 405 Minuten beziehungsweise 6 Stunden und 45 Minuten reine Prüfungszeit. Die Arbeiten werden auf zwei Prüfungstage verteilt.

Nein. Die Prüfungsverordnung schreibt kein ausschließliches Multiple-Choice-Format vor. Auch offene Wissensfragen und fallbezogene Aufgaben sind möglich. Bereite dich deshalb darauf vor, medizinische Zusammenhänge, Patientenbefunde und therapeutische Entscheidungen selbstständig und fachlich korrekt zu erklären.

Du wirst in drei Fächern geprüft: Anatomie (höchstens 30 Minuten), Physiologie (höchstens 15 Minuten) und spezielle Krankheitslehre (höchstens 30 Minuten). Die Prüfung kann einzeln oder in Gruppen mit maximal fünf Prüflingen stattfinden.

Du demonstrierst mindestens drei krankengymnastische Behandlungstechniken, leitest eine Gruppenbehandlung mit mindestens sechs Personen an und führst vorgegebene physikalische Behandlungen durch. Zusätzlich musst du zwei Patienten untersuchen, Therapiepläne erstellen und geeignete Behandlungstechniken anwenden.

Du behandelst zwei Patienten: einen aus Chirurgie oder Orthopädie und einen aus Innerer Medizin, Neurologie, Gynäkologie oder Pädiatrie. Bei beiden musst du Befunde erheben, dokumentieren, Therapieziele festlegen und geeignete Behandlungsmaßnahmen durchführen.

Eine einheitliche Minutenzahl für die gesamte praktische Prüfung ist nicht vorgeschrieben. Nach § 14 PhysTh-APrV soll der praktische Prüfungsteil innerhalb von vier Wochen abgeschlossen werden. Die konkreten Prüfungstermine und zeitlichen Abläufe legt deine Prüfungsstelle fest.

Du benötigst in jeder der vier schriftlichen Arbeiten und allen drei mündlichen Fächern mindestens „ausreichend“. Praktisch muss jede Fächergruppe mindestens „ausreichend“ erreichen. Kein einzelnes praktisches Fach darf schlechter als „mangelhaft“ bewertet sein.

Ja. Jede nicht bestandene schriftliche Arbeit, jedes mündliche Fach und jede praktische Fächergruppe kannst du grundsätzlich einmal wiederholen. Bei praktischen Wiederholungen ist eine zusätzliche Ausbildung erforderlich. Die Wiederholungsprüfung muss normalerweise innerhalb von zwölf Monaten abgeschlossen sein.

Du beantragst die Prüfungszulassung mit einem amtlich beglaubigten Ausweisdokument und dem Nachweis deiner Ausbildungsteilnahme. Die Prüfung findet grundsätzlich an deiner Physiotherapieschule statt. Zulassung und Termine sollen dir spätestens zwei Wochen vor Prüfungsbeginn schriftlich mitgeteilt werden.

Die reguläre Physiotherapie-Ausbildung dauert drei Jahre. Vorgeschrieben sind mindestens 2.900 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht sowie 1.600 Stunden praktische Ausbildung. Anschließend legst du das staatliche Examen ab. Für bestimmte verkürzte Ausbildungswege gelten abweichende Regelungen.

Trainiere schriftliche Wissens- und Fallfragen, erkläre Anatomie und Krankheitsbilder laut und übe praktische Befundungen. Simuliere die schriftlichen Prüfungszeiten von 45, 90 und 180 Minuten. Wiederhole anschließend gezielt die Themen, bei denen du Fehler gemacht hast.

Am 26. Oktober 2026 wurde ein Referentenentwurf zur Reform der Physiotherapieberufe veröffentlicht. Dieser ist noch kein geltendes Prüfungsrecht. Für dein aktuelles Staatsexamen gelten weiterhin die bestehenden Vorgaben der Physiotherapie-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.

Quellen, Prüfung und Aktualität

Dieser Beitrag wurde anhand der geltenden gesetzlichen Ausbildungs- und Prüfungsregelungen für Physiotherapeuten in Deutschland recherchiert. Berücksichtigt wurden die Dauer und Inhalte der Ausbildung, die schriftliche, mündliche und praktische staatliche Prüfung sowie Zulassungs- und Wiederholungsbestimmungen.

Die Informationen beziehen sich auf die reguläre dreijährige Physiotherapieausbildung. Für verkürzte Ausbildungen und bestimmte Studienmodelle können abweichende Prüfungsregelungen gelten.

Verwendete offizielle Quellen:

  1. Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG): Gesetzliche Grundlagen der dreijährigen Ausbildung und der staatlichen Abschlussprüfung. § 9 MPhG – Gesetze im Internet

  2. Physiotherapie-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PhysTh-APrV): Verbindliche Ausbildungsinhalte, Prüfungsfächer, Zulassung, Bewertung und Wiederholung. Offizielle Prüfungsverordnung

  3. § 12 PhysTh-APrV: Gesetzliche Vorgaben zu den vier schriftlichen Prüfungsarbeiten und deren Bearbeitungszeiten. Schriftliche Physiotherapie-Prüfung

  4. §§ 13–14 PhysTh-APrV: Prüfungsfächer der mündlichen Prüfung sowie Anforderungen an die praktischen Behandlungstechniken, Patientenbefunde und Therapieplanung. Mündliche Prüfung und praktische Prüfung

  5. Regierungspräsidien Baden-Württemberg: Behördliche Informationen zu Voraussetzungen, Ausbildungsdauer, staatlicher Prüfung und Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung. Offizielle Ausbildungsinformationen

  6. Bundesministerium für Gesundheit: Informationen zum Physiotherapieberufereformgesetz und zum Stand des Reformvorhabens vom 26. Oktober 2026. Physiotherapieberufereformgesetz

Hinweis zur Aktualität: Die genannten Prüfungsanforderungen entsprechen dem geltenden Rechtsstand zum Recherchezeitpunkt. Da sich gesetzliche Vorgaben und die organisatorische Prüfungsdurchführung ändern können, solltest du zusätzlich die aktuellen Hinweise deiner Physiotherapieschule und zuständigen Prüfungsbehörde beachten.

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